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Themenaccounts und Themenblogs

12. Dezember 2011

Auf Twitter wurde mir neulich gesagt, ich würde zuviel Schwachsinn schreiben, warum ich nicht mehr so witzige Sachen twittern würde, wie am Anfang.
Ich weiß nicht, welchen „Anfang“ diese Person meinte. Ich twittere so, wie es mir gefällt, ich versuche nicht besonders tiefsinnig, witzig oder anrührend zu sein und ich erfinde auch nichts.

Ich sage gerne, dass ich „mein Leben twittere“. Ich ziele nicht darauf ab, besonders oft gefavt oder retweetet zu werden, ich sehe Twitter als grandiose Möglichkeit, mich mitzuteilen.
Die Person, die mir vorgeworfen hat, nicht mehr so witzig wie früher zu sein, folgt hauptsächlich sogenannten Themenaccounts. Was ist das Gute an solchen Themenaccounts? Nun, sie behandeln nur ein Thema und versuchen dabei, möglichst witzig zu sein, um viele Verfolger zu gewinnen.
Aber genau das ist es auch, was sie so langweilig macht. Als ich noch neu bei Twitter war, bin ich mehreren von ihnen gefolgt, aber irgendwann wiederholt es sich einfach. Es ist wie Comfort Food. You know what you get.

Aber wollen wir das wirklich? Sind Routine und Wiederholung nicht genau das, was wir am meisten fürchten?

Dasselbe gilt auch für Blogs. Man warf mir vor, mein Blog sei unstrukturiert und würde keine klare Linie verfolgen. Über Struktur lässt sich streiten, aber der Vorwurf, dass er keine klare Linie verfolgen würde, ist absurd.
Wer kann denn von sich behaupten, dass er in seinem Leben immer geradlinig denkt? Wessen Leben ist so eindimensional, dass ihn nur Herzschmerzgeschichten oder Sportnachrichten umtreiben?

Man kann einen Blog natürlich themenspezifisch aufbauen, aber anderen vorwerfen, sie würden sich nicht festlegen, weil sie den Blog als Verlängerung ihrer Gedankenwelt nutzen, ist abwegig.

Mein Blog ist daher wie mein Twitteraccount eine Möglichkeit mich mitzuteilen und dazu gehört eben alles, was mich beschäftigt, sei es ein Gedicht, eine Selbstanalyse, Musik oder eben Sportnachrichten. Das bin alles ich und mein Blog ist ein Teil von mir.

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