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Working Title

13. April 2014

Scrollt man bei Twitter länger durch die Timeline oder schaut sich ein paar Blogs an, tauchen immer wieder Beiträge über imaginäre Partner auf. Wie sie sein sollten. Wie die Beziehung sein sollte. Wie überhaupt jede Beziehung sein sollte. Und wie Glück sein sollte.

Bier soll er/sie bringen.
Morgens und Abends soll er/sie einen zum aufwachen bzw. einschlafen küssen.
Die Leere im Bett neben sich soll von ihm/ihr gefüllt werden.
Er/sie soll einen ficken wie niemand zuvor.
Und er/sie soll immer für einen da sein.
Natürlich ist man auch selbst immer für ihn/sie da.

Im Hinterkopf weiß man, dass das idealistisch ist.
Aber man wird ja noch träumen dürfen.
So sieht schließlich das Glück aus.
Money can’t buy happiness!
But love is everything!

Kann man eigentlich keinem übel nehmen.
Kriegt man ja in jedem Film oder Liebeslied so dargestellt.
Boy meets girl, girl meets boy.
It’s love.
It’s everything you will ever need.

Geld macht nicht glücklich.
Liebe auch nicht.
Kurzfristig ist natürlich alles wundervoll.
Keiner will den anfänglichen Rausch abstreiten.
Aber irgendwann normalisieren sich die Chemikalien im Kopf wieder.
Im besten Fall ist man dann immer noch zufrieden mit dem anderen Menschen.
Findet ihn toll.
Verbringt gerne Zeit mit ihm.
Liebt ihn.

Aber das wissen ja alle.
Natürlich bleibt nicht alles rosarot!
Das ist doch nichts Neues!
Aber trotzdem ist man noch glücklich!
Klar, hat man schlechte Tage, aber mit diesem einen Menschen ist es so gut, dass alles andere eigentlich egal ist.

Als wäre Glück so eindimensional.
Als wäre alles, was einem zum Glück fehlt, ein anderer Mensch.
Dieser andere Mensch als letztes Puzzleteil zum Glück.

Beneidenswert, wem es wirklich so geht.

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Regelmäßigkeit

8. Februar 2012

Ich habe festgestellt, dass ich es tatsächlich geschafft habe, seit ich diesen Blog im November ins Leben gerufen habe (fast genau ein Jahr nach meinem Twitter- und zwei Jahre nach meinem facebook-Account, was die Frage aufwirft, was ich nächsten November machen werde, aber lassen wir das), zumindest jeden dritten Tag einen neuen Blogeintrag zu schreiben.
Ich fürchte allerdings, dass ich diese Regelmäßigkeit in Zukunft nicht mehr schaffen werde.

Weniger weil ich keine Zeit dafür finde, sondern viel mehr deswegen weil die Abitur-Vorbereitung mein Leben noch ein Stück ereignisloser und eindimensionaler macht.
Meine Gedanken kreisen zwar nicht ständig um das Abitur, aber seit circa einer Woche spüre ich die Prüfungen langsam im Nacken (eigentlich nur Mathe, dem Rest sehe ich gelassen entgegen) und das lässt meine Tage schneller vergehen und öder sein, als ich mir das wünschen würde.

 

Ich könnte euch natürlich auch mit täglichen Live-Updates über meinen Frustrationslevel versorgen, aber irgendetwas sagt mir, dass euch das wohl nicht allzu sehr interessiert.

 

Wie auch immer, vielleicht passiert mir ja etwas Spektakuläres (Wer’s glaubt, wird selig) und ich habe etwas, das unbedingt gebloggt werden muss.

Stöckchen

4. Februar 2012

In einem weniger klaren Moment habe ich mich bereit erklärt, mich von der Frau mit Katze mit einem Stöcken bewerfen zu lassen.
Dieses „Stöckchen“ besteht aus 5 Fragen, die ich ehrlich beantworten soll und anschließend soll ich selbst 5 Blogger mit einem Stöckchen mit meinen eigenen Fragen bewerfen.

Aber weil ich Anarchist bin, verzichte ich aufs Bewerfen irgendwelcher Leute und erkläre mich nur dazu bereit, die Fragen zu beantworten.

 

 

1. Wenn du einen Menschen, der nicht mehr Teil deines Lebens ist, wieder bei dir haben könntest, welcher wäre das? Und warum?

Vermutlich IHN. Er ist noch indirekt Teil meines Lebens, aber es ist nicht mehr das, was es früher einmal war. Der Blogeintrag dazu erklärt eigentlich schon alles.

2. Ganz schnell, ohne nachzugoogeln, was sind die sieben Sakramente?

Keine Ahnung. Bin Atheist und kenne mich in dieser Richtung absolut nicht aus.

3. Gibt es einen Traum von dir, der mit keinem Geld zu Welt zu bezahlen ist?

Vermutlich nicht. Mir fällt zumindest spontan keiner ein, der ohne Geld zu verwirklichen wäre.
Nein, alle meine Träume sind, wenn man es realistisch betrachtet, mit Geld verbunden.

4. Bist du jemals in einer Beziehung fremd gegangen?

Nein.

5. Und zum Schluss: Lieber McDonalds oder Burger King?

McDonald’s all the way.

Frau Scheinheilig

20. Januar 2012

Ich kann nicht genau sagen, was es ist, aber ich liebe den Blog von Schein_Heilige. Wahrscheinlich wegen genau solcher Einträge wie diesem hier vom glück der menschheit, nicht glücklich sein zu können..

Ich bewerbe den Blog deshalb, weil ich von ihrer Art zu schreiben fasziniert bin und ich weiß, dass ihr neuer Blog noch nicht allzu viele Aufrufe generiert. Und was nützen die schönsten, ergreifendsten, ehrlichsten Worte, wenn sie nicht gelesen werden?

Themenaccounts und Themenblogs

12. Dezember 2011

Auf Twitter wurde mir neulich gesagt, ich würde zuviel Schwachsinn schreiben, warum ich nicht mehr so witzige Sachen twittern würde, wie am Anfang.
Ich weiß nicht, welchen „Anfang“ diese Person meinte. Ich twittere so, wie es mir gefällt, ich versuche nicht besonders tiefsinnig, witzig oder anrührend zu sein und ich erfinde auch nichts.

Ich sage gerne, dass ich „mein Leben twittere“. Ich ziele nicht darauf ab, besonders oft gefavt oder retweetet zu werden, ich sehe Twitter als grandiose Möglichkeit, mich mitzuteilen.
Die Person, die mir vorgeworfen hat, nicht mehr so witzig wie früher zu sein, folgt hauptsächlich sogenannten Themenaccounts. Was ist das Gute an solchen Themenaccounts? Nun, sie behandeln nur ein Thema und versuchen dabei, möglichst witzig zu sein, um viele Verfolger zu gewinnen.
Aber genau das ist es auch, was sie so langweilig macht. Als ich noch neu bei Twitter war, bin ich mehreren von ihnen gefolgt, aber irgendwann wiederholt es sich einfach. Es ist wie Comfort Food. You know what you get.

Aber wollen wir das wirklich? Sind Routine und Wiederholung nicht genau das, was wir am meisten fürchten?

Dasselbe gilt auch für Blogs. Man warf mir vor, mein Blog sei unstrukturiert und würde keine klare Linie verfolgen. Über Struktur lässt sich streiten, aber der Vorwurf, dass er keine klare Linie verfolgen würde, ist absurd.
Wer kann denn von sich behaupten, dass er in seinem Leben immer geradlinig denkt? Wessen Leben ist so eindimensional, dass ihn nur Herzschmerzgeschichten oder Sportnachrichten umtreiben?

Man kann einen Blog natürlich themenspezifisch aufbauen, aber anderen vorwerfen, sie würden sich nicht festlegen, weil sie den Blog als Verlängerung ihrer Gedankenwelt nutzen, ist abwegig.

Mein Blog ist daher wie mein Twitteraccount eine Möglichkeit mich mitzuteilen und dazu gehört eben alles, was mich beschäftigt, sei es ein Gedicht, eine Selbstanalyse, Musik oder eben Sportnachrichten. Das bin alles ich und mein Blog ist ein Teil von mir.