Ein Gedicht

Ich wurde gebeten, ein Gedicht zu schreiben. Ich habe vorher noch nie Gedichte geschrieben.  (Die lächerlichen Sachen, die man in der Schule schreiben musste, zählen nicht. Die Haikus, die ich gelegentlich schreibe, auch nicht.)
Ich hatte keine thematische Vorgabe, nur eben die Bitte ein Gedicht zu schreiben. Mich reizte die Herausforderung, also versuchte ich es. Was dabei heraus kam, ist nun ein paar Tage alt und obwohl ich es immer wieder gelesen habe, finde ich es nicht zum kotzen. Ich werte das mal als gutes Zeichen und entscheide mich hiermit dafür, es in meinen Blog zu packen.

 

Sinnentleertes Leben, ödes Land
Kein Trost findet sich am Wegesrand
Nur der Tod als ständiger Begleiter
Treibt einen an: weiter, weiter!

Wärme, Nähe, Menschlichkeit
Relikte der Vergangenheit
All die Tugenden vergessen
Vor der Moral kommt das Fressen

Wie auch sonst sollte es sein
In dieser kalten Welt allein
In der der Mensch mehr vegetiert als lebt
und sich niemals Hoffnung regt

Ängste, Sorgen, Nöte
Und die Stimme im Kopf ruft: Töte
Dich! Um endlich einmal frei zu sein
Von Tragik, Leid und Quälereien

Und so verstreichen Tag um Tag
So viel der Mensch ertragen mag
Sein Los, das kennt er ganz genau
Der Tod, Ewigkeit in schwarz und grau

Advertisements

Schlagwörter: , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: