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Konstanz

15. Juli 2012

[hier eine Floskel einfügen, die ausdrückt, wie viel sich doch in kurzer Zeit verändern kann]

In meinem Fall wäre das nämlich die Zukunftsplanung der nächsten 3 Jahre.

Der Plan, in die Niederlande zu gehen und in Twente zu studieren, wurde nämlich jäh umgestoßen, als ich noch am selben Tag meiner Bewerbung in Konstanz eine verbindliche Zusage vom Dekan erhielt.
Konstanz hat im Bereich Politik- und Verwaltungswissenschaften einen exzellenten Ruf und es wäre fast schon fahrlässig, das Angebot auszuschlagen.
Ich hatte nie erwartet, in Konstanz angenommen zu werden, auch weil ich nie mit einem derartig guten Abiturzeugnis gerechnet hatte.
Als ich mir vor nun bald zwei Jahren klar machte, was ich studieren wollte, ging ich davon aus, am Ende meiner Schullaufbahn vielleicht einen 2,0 Schnitt zu haben. Konstanz erschien mir da nie in wirklich greifbarer Nähe. Selbst als sich abzeichnete, dass es wohl ein 1,X Schnitt werden würde, war Konstanz nie ein ernsthafter Gedanke.
Ich hatte bereits diesen Winter angefangen, die Vorbereitungen für Twente zu treffen (man muss sich unter anderem bei einem zentralen Melderegister anmelden und bereits vorab einige Unterlagen einschicken), für mich war klar, dass ich Twente sicher habe und selbst wenn ich von Konstanz Mitte August eine Zusage bekommen würde, wäre es egal, da ich zu diesem Zeitpunkt schon in den Niederlanden wäre.
Aber wie im letzten Blogeintrag beschrieben gestaltete sich das alles nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte, dennoch war ich immer noch gewillt, diesen Weg zu gehen.
Die Bewerbung für Konstanz war mehr eine Pflichtübung. Quasi ein Plan B.

Hätte ich vorher gewusst, dass ich noch am selben Tag eine verbindliche Zusage vom Dekan erhalten würde, hätte ich mir den ganzen Ärger wegen einer Ummeldung in Köln und ein gutes Dutzend Telefonate wegen einer Wohnung in Twente sparen können.
Denn so früh direkt vor die Wahl gestellt, entschied ich mich sofort für Konstanz.
Es ist näher, ich muss keine Studiengebühren zahlen, ich muss mich nicht vorrübergehend in Köln anmelden, ich habe schnell eine Wohnung gefunden (was sich in den NL bis dato als schwierig heraus gestellt hatte), Konstanz hat den besseren Ruf (deutsche Exzellenz-Uni) und, so dumm es auch klingt, durch die Mittelung des Dekan fühle ich mich als Student gewollt.

 

Ich habe mich umgehend beim Studentenwerk angemeldet, das die Wohnungen vergibt und habe nun bereits eine, die ich ab Anfang August nutzen kann.

So wie es aussieht, bin ich die nächsten Jahre also doch weiterhin in Deutschland.