Archive for März 2012

Blablabla Abitur Blablabla

14. März 2012

Am Montag, den 19. März, geht das Abitur los. Stilecht bin ich natürlich genau jetzt krank geworden, auch wenn ich bezweifle, dass mich das vom Abi-Schreiben abhalten wird.
1. ist es nicht so schlimm und 2. hab ich ja noch ein paar Tage, um gesund zu werden.

Das Lernen ist alles in allem ziemlich locker. Jedes Fach hat einen Nachmittag eingeräumt bekommen, außer Mathe, dem musste ich mehr Zeit opfern. Ich hab mich dementsprechend nicht unbedingt überarbeitet, fühle mich aber gut vorbereitet und sehe keinen Grund für Panik-Mache oder Stress.

Was mir allerdings wirklich auf die Nerven geht, ist das Verhalten meiner Mitschüler. Es vergeht kein Tag, an dem ich auf facebook nicht gefühlte 1000 „Ich hab so keinen bock mehr!!!!!!!!!!!!!!!!“, „Lernen ist scheiße“ oder „FUCK ABI!“ Posts lesen muss.
Diese Leute sind größtenteils volljährig. Sie gehen seit 12-14 Jahren in die Schule. Sie wissen, wie das mit Klausuren läuft. Keiner zwingt sie zum lernen.
Sollten diese Leute nicht alt und erfahren genug sein, um zu wissen, dass auf facebook rumjammern nichts bringt?

Wenn sie ihren Stoff drauf haben, brauchen sie nicht weiter zu lernen.
Wenn sie ihren Stoff nicht drauf haben, es ihnen aber egal ist oder sie niedrige Erwartungen an sich selbst haben, brauchen sie auch nicht weiter zu lernen.
Wenn sie ihren Stoff nicht drauf haben, aber Ambitionen haben, dann müssen sie eben noch etwas dafür tun.

In welchem dieser Szenarien bringt jammern irgendetwas?

 

Ingesamt teilen sich meine Mitschüler in 3 Gruppen auf:

Nr. 1  „Was lernt ihr eig. so?“

Fragen wie „Hey, Kurs XY! Was lernt ihr?“ müssten eigentlich direkt gelöscht werden. Jeder sollte wissen, was im Abi verlangt wird und was man dafür lernen sollte. Man kann es ja sogar im Internet nachschauen. Wer dazu schon nicht in der Lage ist, der hat schlichtweg kein Abi verdient.

Nr. 2 „Ich hab keinen Bock aufs Abi“

Wie bereits beschrieben, ist das ein sehr verbreitetes Verhalten. Möglichst vielen Menschen mitteilen, dass man keine Lust auf das Abi, das Lernen und Schule allgemein hat, gefolgt meistens von Plänen der „After-Abi-Grillparty“. (Logischerweise planen das immer diejenigen, die schon ihr eigenes Lernen nicht auf die Reihe kriegen.)

Nr. 3 „Ey, was kann ich eig. alles unterpunkten?“

Auch sehr beliebt ist die Frage, welche und wieviele Kurse man unterpunkten kann. Standardfrage in diesem Bereich: „Kann ich in Mathe 0NP schreiben?“
Ja, natürlich kannst du das. Ja, natürlich kannst du auf mit 0 NP in Mathe dein Abi bestehen. Nein, ein Abi mit einem Schnitt von 4,0 bringt dir nicht sonderlich viel.
Warum wollen das alle wissen? Sind wir beim Sport, wo man auf den letzten Metern, wenn man den Sieg sicher hat, das Tempo drosseln kann oder die Bankspieler aufs Feld schickt?
Wie wäre damit? Ins Abitur gehen, sein Bestes geben, eine Note dafür bekommen.
Klingt doch nach einem ganz guten Plan.  Aber ich gebe zu, ins Abi gehen, sich sicher sein, dass man besteht und dann in zwei Fächern ein leeres Blatt abgeben ist deutlich cooler.

 

In diesem Sinne: Ich kann es kaum erwarten, Abi zu schreiben, damit sich die Leute abschießen und zu betrunken sind, um auf facebook zu nerven. (Welch Wunschtraum)

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Murphy’s Laws

3. März 2012

 

Whatever can go wrong, will go wrong.

Dieser Spruch ist als Murphys Gesetz bekannt und es ist erschreckend, wie er sich gerade für mich bewahrheitet.

 

Mein Leben ist gerade hauptsächlich von einer Emotion geprägt: Frust.

Der Frust fing mit den Klausuren zu Beginn von 13.2 an. Die Noten waren alle gut bis sehr gut, aber erfüllten dennoch meine eigenen Ansprüche an mich selbst nicht. Na gut, das passiert, ist nicht schlimm, verdirbt einem vielleicht ein, zwei Tage die Laune, aber was soll’s.

Als nächstes haben mich zwei Frauen in kurzer Zeit gefriendzoned (um hier mal eine passende Formulierung aus dem Englischen zu verwenden). Auch das an sich nichts, was mich längerfristig runterzieht. Ich stehe lieber vor vollendeten Tatsachen, als in Ungewissheit zu leben, insofern sind klare Ergebnisse für mich eher eine Befreiung. Nichtsdestotrotz sind das zwei Frustmomente, die zu einem sowieso schon bestehenden Frust hinzukommen.

Noch zwei Wochen bis zum Abitur und ich schwanke zwischen „ich hab noch quasi nichts getan!“, „mach dich wegen der Vorbereitung nicht verrückt du bist schon ziemlich gut vorbereitet“ und „Fuck! Mathe wird mich umbringen“ hin und hier. Sonderlich viel Freude kommt da nicht auf.

Dann wäre da noch die Reise nach Berlin. Eigentlich wollte ich mit einem Freund und einer Freundin nach dem Abi nach Berlin fahren, aber wie sich nun herausgestellt hat, haben die Eltern einer Freundin bereits eine Abi-Erholungsreise geplant. Ohne sie fahren wäre ein Riesenverlust, deswegen wird die Reise wohl verschoben, aber auf wann steht noch nicht fest. Berlin ist damit zwar nicht „verloren“, aber auf unbestimmte Zeit in weite Ferne gerückt.

Hinzu kommen eine Menge Kleinigkeiten, die mir ebenfalls jedes Fünkchen guter Laune vermiesen.

 

Mein Leben. Murphys Gesetze. Frust.