Archive for Februar 2012

Album des Monats

29. Februar 2012

Seit langer Zeit mal wieder ein Beitrag zum Thema Musik.

Auch dieses Mal geht es um unbekannte Künstler ohne Plattenvertrag, wieder aus dem Nord-Westen der USA.

Diesmal geht es um Knowmads, Chev, La und Grimeshine.

Ihre EPs werden von ihnen gratis zum herunterladen angeboten und verdienen es auf alle fälle, angehört zu werden.

 

 

 

Album des Monats Januar ist eindeutig „Charles“ von Chev. Hier könnt ihr es euch anhören und runterladen.

 

 

 

 

 

Der Februar war härter umkämpft. The Knowmads veröffentlichten 7 Tracks, die es nicht auf ihr am 6. März erscheinendes Album The Knewbook geschafft haben.
„The Prologue“ wäre für andere Gruppen bereits ein eigenständiges Album und keine Gratis-EP mit B-Seiten. Hier gehts zum Download.

 

 

 

Doch so gut ich „The Prologue“ auch finde, auf den letzten Metern wurde es von „Grand Theft Audio“ noch überholt, welches damit auch mein Album des Monats ist. Grimeshine hat damit eine absolut überragende EP rausgehauen, die ein Probe-Hören verdient hat. Voilá

 

 


 

 

 

Mir persönlich etwas zu schrill ist „Ocean Howell“ von La. Wer es sich aber gerne anhören möchte, kann das hier tun.

 

 

 

Das wars mit meinen Empfehlungen. Ich hoffe, ich konnte den ein oder anderen dazu bringen, sich etwas davon anzuhören bzw. sogar herunter zuladen.

for the lulz?

22. Februar 2012

Ich wollte heute das gute Wetter nutzen und zum ersten Mal dieses Jahr draußen Basketball spielen. Der Korb steht an der Grundschule meines Viertels, traditionell ein Ort, an dem sich die, seien wir ehrlich, Asis sammeln. Meistens kenne ich einen oder zwei der Jungs und Mädels, die sich dort versammeln noch aus der Grundschulzeit, und es gibt keine Probleme.

Blöderweise war ich mit den halbstarken 12-16jährigen nicht gemeinsam in der Grundschule und hier beginnt es problematisch zu werden. Die Grundschule spuckt hauptsächlich Hauptschüler aus (in meiner Abschlussklasse kam nur ich ins Gymnasium), aber das ist an sich kein Problem. Es ist die neue Generation an Jugendlichen, die viel gewaltbereiter ist, als „wir“ (Ich kann ja bei einem Abstand von 4 Jahren schlecht von einer Generation sprechen) es je waren.

Heute waren auf dem Schulhof 5 Kinder zwischen 12-14 Jahren. Ich spielte Basketball, sie kickten. Eigentlich kein Problem, ich hatte die Jungs schon ein paar mal gesehen, einer geht auf meine Schule, den anderen hatte ich davor ab und zu mit meinem Basketball werfen lassen. Sie schienen sich auch normal zu verhalten, wenn man mal davon absieht, dass sie sich gegenseitig die ganze Zeit mit Arschloch und Fettsack anschrien. Allerdings schienen sie schnell das Interesse am Kicken zu verlieren und begannen, mir Beleidigungen entgegen zu brüllen.
Aber was jucken mich schon ein paar Kinder, die mir Jahre alte „Deine Mutter“ Witze an den Kopf werfen? Ich bin also ruhig geblieben und habe weiter gespielt, während sie weiterhin Beleidigungen über den Schullhof brüllten.

Kritisch wurde es allerdings, als sie nach circa einer 3/4h beschlossen, mit Schneebällen nach mir zu werfen. Nicht das ich empfindlich wäre, aber wenn man von 5 Leuten unter Dauerbeschuss genommen wird, vergeht einem schon mal die Lust am Basketball spielen. Da ich ganz genau weiß, dass es absolut nichts bringt, wenn man zu ihnen hingeht, mit ihnen redet oder sie verprügelt, weil sie einem entweder nicht zu hören oder einfach wegrennen (Ich hab beides schon oft versucht), beschloss ich heimzugehen.

Doch anstatt sich über ihren „Sieg“ zu freuen, liefen sie mir hinterher und bewarfen mich weiterhin. Der eine verkündete, dass er demjenigen, der meinen Kopf trifft 2€ zahlen würde, woraufhin die Schneebälle direkt auf den Kopf gezielt wurden. Mein Heimweg ist nicht lang, ich musste mir das also nur kurzzeitig gefallen lassen. Zu hause flogen dann Schneebälle gegen die Fenster und wurden in den Briefkasten gelegt.

Ich bin ehrlich fassungslos. Diese Jungs hatten nichts besseres zu tun, als mich provozieren zu wollen und als das nicht klappte, mit Schneebällen auf meinen Kopf zu werfen. Und das ist nicht das erste Mal. Es ist völlig egal, ob das Russen, Deutsche oder Türken sind. Sobald sich eine kleine Gruppe Halbstarker formiert, verhalten sie sich so.

In Frankreich wurde ich einmal, als ich etwas abseits in einer Düne aufs Klo gehen wollte, von drei Franzosen mit Pfefferspray angegriffen. Einfach so. Sie wollten kein Geld. Sie wollten mich nur überfallen. Und das nur 10m abseits der Promenade. Genau wie die Jungs in meinem Wohngebiet.

Die Jungs von hier waren noch so jung! Wie weit sind sie noch von dem entfernt, was wir als „U-Bahn-Schläger“ bezeichnen?

Sinnlose Gewalt. Aus einem reinen Überlegenheitsgefühl heraus. for the lulz

Im Süden nichts neues

19. Februar 2012

Hab ich irgendwas interessantes zu erzählen?

Eigentlich nicht. Das Leben läuft gerade so vor sich hin. Ich habe die letzte regulären Englisch-, Deutsch- und Geschichte-Klausuren meiner Schulzeit geschrieben und warte jetzt auf die Ergebnisse. Gerade Deutsch war ein direkter Test für das Abitur und ich bin gespannt, wie ich abgeschnitten habe, da ich mir immer noch nicht sicher bin, was mein eigener Anspruch im Deutsch-Abitur eigentlich ist. Orientiere ich mich an den Ergebnissen der 12. Klasse und bin zufrieden, wenn ich 11NP schreibe oder sollen es wie in der 13. Minimum 13NP sein?
Luxusprobleme, ich weiß.

Erfreulicherweise habe ich noch eine andere, letzte Klausur geschrieben und zwar Französisch. Da meine mündliche Mitarbeit nicht sonderlich groß ist, wird diese Note wohl meine Abschlussnote in Französisch sein. Damit beende ich einen jahrelangen Kampf mit dieser Sprache. Ich habe Französisch seit der 7. Klasse und mochte die Sprache eigentlich nie besonders, ich habe sie regelrecht gehasst (was auch an den Lehrern und dem Unterrichtsmaterialien lag). Erst als ich meine (Ex) Freundin in einer Sprachschule in Frankreich kennen lernte und mir klar wurde, dass ich Französisch als Wahlfach für die Oberstufe nehmen musste (wenn ich eine Naturwissenschaft als Wahlfach vermeiden wollte), verbesserte sich mein Verhältnis zu der Sprache. Blöderweise sind mir wohl zum selben Zeitpunkt ein Großteil meiner Französisch-Kenntnisse abhanden gekommen. Tja, im Nachhinein muss man sich eingestehen, dass man über die Jahre öfter die Vokabeln und die Grammatik hätte lernen sollen.
Nichtsdestotrotz kam ich bisher mit 9NP immer ganz gut durch und hoffe nun, dass nicht ausgerechnet meine letzte Note in diesem Fach mir den Schnitt (zu einem gewissen Teil) verhagelt.

Ansonsten steht jetzt die Abiturvorbereitung an, aufgrund derer ich seit Samstag (bis Mittwoch) jeden Tag in einen 3h-Kurs gehe. Der Mann, der das schon seit Jahren macht, ist brillant und man wünscht sich, dass die eigenen Mathe-Lehrer nur halb so gut wären.

 

 

 

Anmerkung des Autors: Bin in letzter Zeit verdächtig oft zufrieden. Werde langsam misstrauisch.

Regelmäßigkeit

8. Februar 2012

Ich habe festgestellt, dass ich es tatsächlich geschafft habe, seit ich diesen Blog im November ins Leben gerufen habe (fast genau ein Jahr nach meinem Twitter- und zwei Jahre nach meinem facebook-Account, was die Frage aufwirft, was ich nächsten November machen werde, aber lassen wir das), zumindest jeden dritten Tag einen neuen Blogeintrag zu schreiben.
Ich fürchte allerdings, dass ich diese Regelmäßigkeit in Zukunft nicht mehr schaffen werde.

Weniger weil ich keine Zeit dafür finde, sondern viel mehr deswegen weil die Abitur-Vorbereitung mein Leben noch ein Stück ereignisloser und eindimensionaler macht.
Meine Gedanken kreisen zwar nicht ständig um das Abitur, aber seit circa einer Woche spüre ich die Prüfungen langsam im Nacken (eigentlich nur Mathe, dem Rest sehe ich gelassen entgegen) und das lässt meine Tage schneller vergehen und öder sein, als ich mir das wünschen würde.

 

Ich könnte euch natürlich auch mit täglichen Live-Updates über meinen Frustrationslevel versorgen, aber irgendetwas sagt mir, dass euch das wohl nicht allzu sehr interessiert.

 

Wie auch immer, vielleicht passiert mir ja etwas Spektakuläres (Wer’s glaubt, wird selig) und ich habe etwas, das unbedingt gebloggt werden muss.

Diesen Blogeintrag braucht es nicht

6. Februar 2012

Ich bekam mehrfach das Feedback, dass mein Blog zwar toll zu lesen sei, aber meine Themen immer so deprimierend oder schwer seien.
Ob in meinem Leben eigentlich alles ok sei, ob ich nicht sogar depressiv wäre.

 

Zuerst einmal freut es mich, dass mein Blog ein paar regelmäßige Leser gefunden hat und nicht nur vom „Durchgangsverkehr“ lebt.

 
Zweitens: Mein Leben ist gut, ich habe gute Freunde und bin nicht depressiv. (Zumindest nicht nach eigenem Empfinden.)
Mein Leben beinhaltet auch viele gute Momente, doch sind diese im Gegensatz zu den Problemen, die sich immer wieder auftun, eher kleiner Natur und rechtfertigen in meinen Augen keinen Blogeintrag. Außerdem fällt es mir sehr schwer, Freude in Worte zu fassen. Hier wären wahrscheinlich Bilder eine passendere Ausdrucksform.
Es stimmt allerdings, dass ich teilweise manische bzw. depressive Phasen habe. Doch um ehrlich zu sein, ich genieße diese Phasen. Beide Seiten davon.

Man wird es vielleicht nicht nachvollziehen können, aber eine gewisse Melancholie kann auch etwas sehr schönes sein.

 

 
Und da ich mich schon beim Titel und dem Geschriebenen an sich schwer getan habe, kämpfe ich jetzt auch mit dem Abschluss. (und lasse ihn darum weg)

 

 

Stöckchen

4. Februar 2012

In einem weniger klaren Moment habe ich mich bereit erklärt, mich von der Frau mit Katze mit einem Stöcken bewerfen zu lassen.
Dieses „Stöckchen“ besteht aus 5 Fragen, die ich ehrlich beantworten soll und anschließend soll ich selbst 5 Blogger mit einem Stöckchen mit meinen eigenen Fragen bewerfen.

Aber weil ich Anarchist bin, verzichte ich aufs Bewerfen irgendwelcher Leute und erkläre mich nur dazu bereit, die Fragen zu beantworten.

 

 

1. Wenn du einen Menschen, der nicht mehr Teil deines Lebens ist, wieder bei dir haben könntest, welcher wäre das? Und warum?

Vermutlich IHN. Er ist noch indirekt Teil meines Lebens, aber es ist nicht mehr das, was es früher einmal war. Der Blogeintrag dazu erklärt eigentlich schon alles.

2. Ganz schnell, ohne nachzugoogeln, was sind die sieben Sakramente?

Keine Ahnung. Bin Atheist und kenne mich in dieser Richtung absolut nicht aus.

3. Gibt es einen Traum von dir, der mit keinem Geld zu Welt zu bezahlen ist?

Vermutlich nicht. Mir fällt zumindest spontan keiner ein, der ohne Geld zu verwirklichen wäre.
Nein, alle meine Träume sind, wenn man es realistisch betrachtet, mit Geld verbunden.

4. Bist du jemals in einer Beziehung fremd gegangen?

Nein.

5. Und zum Schluss: Lieber McDonalds oder Burger King?

McDonald’s all the way.

My personal hell

2. Februar 2012
Im Netz eine Seite zum Erstellen der ganz persönlichen Hölle gefunden. Diese Version gefällt mir, auch wenn sie natürlich nicht ganz ernst zu nehmen ist.

Hypocrits
Circle I Limbo

Steve Jobs
Circle II Whirling in a Dark & Stormy Wind

Hipsters
Circle III Mud, Rain, Cold, Hail & Snow

Scientologists
Circle IV Rolling Weights

Uwe Boll
Circle V Stuck in Mud, Mangled

River Styx

George Bush
Circle VI Buried for Eternity

River Phlegyas

Rednecks
Circle VII Burning Sands

Republicans
Circle IIX Immersed in Excrement

Nazis
Circle IX Frozen in Ice

Design your own hell

Zugfahren in der Sowjetunion

1. Februar 2012

Ich bereite mich gerade auf mein Geschichte-Abitur vor und muss immer wieder an diesen alten Sowjetunion-Witz denken

Ein Zug bleibt mitten auf der Strecke stehen, weil es keine Gleise mehr gibt.

Was macht Lenin? Er schafft sofort eine freiwillige Einsatzgruppe und hilft selbst beim Schwellen-Tragen.
Stalin befiehlt, alle Passagiere vom ersten Wagen zu erschiessen, schickt die vom zweiten Wagen zum Gleise legen und die vom dritten, die vom zweiten zu überwachen.
Chrustschow lässt die Gleise hinten abbrechen und vorne wieder hinlegen.
Breschnjew befiehlt, in den Wagen die Vorhänge zuzumachen und den Zug so zu schaukeln, als ob er fahre.
Gorbatschow beruft alle zum Meeting ein, um im Takt zu rufen: Wir haben keine Gleise, wir haben keine Gleise, wir haben nicht mal Schwellen.

Mittelweg.

1. Februar 2012