Archive for Dezember 2011

ER

31. Dezember 2011

ER war einst mein bester Freund. In einer Zeit, in der ich nur sehr wenige Freunde hatte und mich in der Schule recht alleine fühlte, gab er mir einen gewissen Halt (Mir völlig egal, wie kitschig das klingt.).
Ich war der einzige aus meiner Gegend in der Klasse und ich hatte es nach 2 Jahren am Gymnasium immer noch nicht richtig geschafft, Freunde zu finden.
Jene, mit denen ich in der 5. befreundet war, mobbten mich in der 6. und außer @legendjocker konnte ich niemanden wirklich als Freund bezeichnen.
In der 7. dann setzte er sich neben mich, hauptsächlich deswegen weil es der einzig freie Platz im Klassenzimmer war (wie bezeichnend).

Wir waren beide eher Außenseiter und wurden schnell Freunde. Wir teilten die Leidenschaft für Filme und Videospiele und waren uns sonst auch in vielen Belangen einig.
Das funktionierte über Jahre hinweg gut und auch als ich anfing, mich zu ändern und den anderen Leuten zu öffnen, blieb unsere Freundschaft bestehen. Wir hatten nicht mehr so viele Fächer zusammen wie früher und in den Mittagspausen war ich mit anderen Leuten unterwegs, aber das war alles kein Problem.

Vor etwas mehr als einem Jahr begann er sich zu verändern. Früher hatte er ganze Tage vor der Spielkonsole oder dem Fernseher verbracht und unsere Gespräche bestanden aus so ziemlich genau dem. Doch dann änderte er sich.
Er schlief den ganzen Tag, war schlecht drauf und sprach in den wenigen Momenten, in denen ich das Gefühl hatte, dass er noch wirklich ehrlich und nicht nur abweisend war, von Selbstmord. Er erklärte mir, dass er nicht wisse, wie er mit seinem Leben weitermachen solle, seine Familie wüsste von nichts, er könne auch nicht mit ihr darüber reden. Seinen Freunden könne er auch nichts erzählen, die würden ihm nur sagen, dass er mal feiern müsse (etwas, das er nie tat.).  Ich habe ihm damals gesagt, dass er immer zu mir kommen könne, wenn er Probleme habe und er war dankbar zunächst für dieses Angebot.

In dieser Zeit begann er auch mehr mit Frauen zu unternehmen. Er war nur noch mit den, seien wir ehrlich, dummen und eher schlecht aussehenden Frauen unterwegs, aber er erzählte ihnen, im Gegensatz zu uns, seinen männlichen Freunden, alles. Sie wussten Dinge über ihn, die wir auch nach mehrjähriger Freundschaft nicht wussten.

Wir begannen uns von ihm zu entfernen. Er machte nichts mehr mit uns. Die dicken Frauen waren jetzt seine besten Freunde und wir waren unbedeutend geworden. Doch er fing auch an, sich mit den, bleiben wir ehrlich, Idioten unserer Jahrgangsstufe anzufreunden. Innerhalb weniger Monate war aus ihm ein Typ geworden, der mit dummen Frauen und Männern zu tun hatte und plötzlich Spaß an Dingen hatte, die er früher noch verabscheute.

Aber gut, man lebt sich aus einander, was solls, passiert. Warum ich diesen Eintrag dann schreibe?
Weil er immer schlimmer wird. Er verbringt seine Tage auf facebook und scheint große Freude daran zu haben, mir unter meinen gelegentlichen Statusupdates zu erklären, was ich für ein Idiot sei (Ich erspare mir und euch jetzt Beispiele.).
Man kann mir nun vorwerfen, dass ich mich doch eigentlich nur übermäßig aufrege, wir kennen alle Menschen, mit denen wir nicht klarkommen und die meisten kennen auch das Phänomen, dass man mit einer Person, mit der man früher sehr gut befreundet war, öfters aneinander gerät.
Ich rege mich nur deshalb so auf, weil ich immer für ihn da war, wohingegen er mir inzwischen vorhält, ich sei ein „Spasst und hätte kein Leben“. Nicht nur, dass die Vorwürfe absurd sind, nein, es sind die selben Vorwürfe, die er sich von anderen über Jahren hinweg anhören musste.

 

Eigentlich sollte ich nur bitter lachen und mich nicht darum scheren.

 

 

 
Und wer jetzt meint, dass das geschrieben sei, wie eine 14jährige, die ihrer ersten großen Liebe nachtrauert, dem sage ich: JA VERDAMMT! NA UND?

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NBA TV

25. Dezember 2011

Wie immer gibt es auch diese Saison NBA TV mit dem man alle NBA Spiele zu beliebigen Zeiten anschauen kann. Dieser Service ist nicht billig, doch NBA TV bietet vom 25. Dezember bis zum 9. Januar seine Dienste gratis an. Wer sich in der Zeit also ein paar NBA Spiele anschauen will, kann dies hier https://ilp.nba.com/nbalp/secure/registerform?utm_source=nbacom&utm_medium=banner&utm_content=general&utm_campaign=nbacom300 tun. Die Registrierung ist unkompliziert und das System im Prinzip selbsterklärend.

 

Zum Auftakt der verkürzten Saison 2011/12 spielen heute:

Bosten Celtics – New York Knicks 18:00

Miami Heat – Dallas Mavericks 20:30

Chicago Bulls – Los Angeles Lakers 23:00

Orlando Magic – Oklahoma City Thunder 02:00 (Montag Nacht)

Los Angeles Clippers – Golden State Warriors 04:30 (Montag Nacht)

Work.Buy.Consume.Die

25. Dezember 2011

 

24. Teil V

24. Dezember 2011

Die Durchschnittlichkeit des Tages ist nicht in Worte zu fassen. Alles lief nach Schema F ab, sogar die Versöhnung am Ende: Dosenravioli, Streit, zocken, Versöhnung, mäßige Laune den ganzen Tag über und repetitives Fernsehprogramm.
Alle Jahre Wieder.

 

24. Teil IV

24. Dezember 2011

Geredet wird schon lange nicht mehr. Warum auch? Man hat sich nichts zu sagen und das Haus hat drei Fernseher. Auch eine Form der weihnachtlichen Ruhe und Besinnlichkeit.
Jetzt wäre eigentlich der Zeitpunkt, an dem ich anfangen müsste, zu trinken, aber das habe ich gestern schon zu Genüge getan. Stattdessen nehme ich an der facebook-Veranstaltung „Zocken am Heiligen Abend“ teil.

Alles wie immer.

24. Teil III

24. Dezember 2011

Wunderbar. Nach dem Essen gab es den klassischen Weihnachtsstreit. Es wurde wie immer viel gebrüllt und beschimpft. Angesichts der nicht sonderlich schalldichten Wände würde ich nicht mein Nachbar sein wollen.

Wie üblich sieht es weniger nach Versöhnung als vielmehr nach tiefem Familienzerwürfnis aus. Der letzte richtige Streit lag bis eben auch schon etwas über zwei Wochen zurück, da musste es einfach wieder krachen und an Weihnachten gehört das ja quasi zum guten Ton.

 

Achja, ich bin ein Lügner. Schon immer gewesen.

24. Teil II

24. Dezember 2011
setting the tone for Christmas dinner

setting the tone for Christmas dinner

24. Teil I

24. Dezember 2011

Ne Menge Restalkohol im Körper, viel zu früh von einem Klingeln an der Tür geweckt worden, die Musik spielt Kanye Wests „My Beautiful Dark Twisted Fantasy“, getrunken wird Earl Grey, nachher mein traditionelles Weihnachtsessen: Dosenravioli.

Ich wünsche euch gute Weihnachten.

Twitterpause

22. Dezember 2011

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich beschrieben habe, wie wichtig mir Twitter ist. Egal ob ich gerade zufrieden oder frustriert bin (was ja wesentlich häufiger vorkommt) Twitter fängt mich auf. Hier kann ich mich auskotzen und über all das schreiben, was mich beschäftigt. So weit die Theorie und tatsächlich hat das ja auch lange Zeit gut funktioniert, doch seit Montag gibt mir Twitter nichts mehr.

Ich weiß nicht, was es ist, doch mir fallen keine Tweets mehr ein. Ich habe mir nie irgendwelche Geschichten ausgedacht und führe auch kein außerordentlich aufregendes Leben, doch ich hatte nie Probleme damit zu twittern, irgendwas war ja immer. Um die Weihnachtszeit herum bin ich traditionell schlecht gelaunt, ich kann dieses Fest und alles, was dazu gehört, einfach nicht ausstehen, deswegen hatte ich mich eigentlich auf „Weihnachten bei Twitter“ gefreut. Aber bittererweise frustriert mich Twitter aktuell noch mehr.

Ich sitze vor Tweetdeck und denke mir: „Na los, schreib was. Du hast doch noch vorhin gedacht, dass du das unbedingt twittern musst.“ und dann? Nichts! Ich weiß nicht mal mehr, wie ich es in Worte fassen soll.
Und dann die Tweets der anderen. Meine TL ist großartig. Ich folge niemandem, dessen Tweets ich nicht lesen will, doch nicht mal mehr die Tweets dieser Leute erfreuen mich. Es ist die pure Frustration.

Ich habe deshalb beschlossen, eine „Twitterpause“ einzulegen. Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, wie lange ich es durchhalten werde oder ob ich für Mentions und DMs Ausnahmen machen werde, aber irgendwas muss ich tun. Es ist ein bisschen, als müsste man die Beziehung zu einem Partner retten. Man weiß, das man mit diesem Partner sehr viel Spaß hatte und auch noch haben kann und dass man sich das nicht durch die momentane Gefühlslage kaputt machen lassen darf.

In den nächsten Tagen stehen Besuche bei Verwandten an und ich weiß nicht, wieviel Zeit ich überhaupt für Twitter hätte aufwenden können. Hinzu kommt der einwöchige Winterurlaub ab dem 1. Januar, in dem ich überhaupt kein Internet haben werde. Meine Entscheidung passt daher ganz gut in die Gesamtsituation.

Ich hoffe, dass ich in dieser Pause meine Begeisterung für Twitter wieder entdecke. Ich bin in dieser Hinsicht (ausnahmsweise) recht hoffnungsvoll, da ich einige Twitterer kenne, die irgendwann eine gewisse Twitter-Verdrossenheit erlebt haben.

 

Ich werde also meine Aktivitäten auf Twitter drastisch einschränken und möchte an dieser Stelle noch auf einen alten Blogeintrag verweisen: https://workbuyconsumedie.wordpress.com/2011/11/25/es-muss-was-passieren/

 

 

The Husband Store

21. Dezember 2011