Archive for November 2011

Leseprobe aus „Antéchrista“ von Amélie Nothomb

28. November 2011

„Das ist total eng! Ich zieh die Unterhose auch gleich aus.“ Splitternackt stand sie vor mir und betrachtete sich im Spiegel.

Sie stürzte sich auf mich. Mit erstaunlicher Gewandtheit knöpfte sie meine Jeans auf und zog sie zusammen mit dem Slip herunter

„Faß mich nicht an!“ „Okay, dann zieh dich selber aus!“ „Ich kann nicht.“ „Wenn du es nicht tust, mach ich’s.“ „Warum quälst du mich so?“

Mit 6 ist es kein Problem, sich auszuziehen. Mit 26 ist es schon zur Gewohnheit geworden. Mit 16 ist es ein Akt willkürlicher Gewalt

16 Jahre Einsamkeit, Selbsthaß, unaussprechliche Ängste, ewig unerfüllte Wünsche, nutzloses Leiden und zielloser Zorn – mein Körper

Sie musterte mich gelangweilt, nur ein Detail erregte ihre Aufmerksamkeit: „Du hast ja Brüste!“

Ich hielt ihrem prüfenden Blick schon nicht stand, wie sollte ich den Vergleich mit ihr bestehen? „Dein Busen muss größer werden!“

„Aber ich bin doch erst 16“, wandte ich ein. „Na und?“, sagte sie. „Ich auch. Aber meiner ist schon was anderes, oder?“

„Ich zeig dir mal eine Übung! Meine Schwester war genauso flach wie du. Nach 6 Monaten Training war sie total verändert.“

Sie verhöhnte mich mit ihrem schönen, siegreichen Körper, während ich heulte wie ein kleines Kind.

Aus meiner metaphysischen Expedition wurde eine pataphysische Erfahrung.

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It’s us. Only us

28. November 2011

Weihnachten

28. November 2011

Da gestern der 1. Advent war und die Weihnachtsmärkte auch schon überall offen sind, wird man spätestens ab heute täglich daran erinnert, dass bald Weihnachten ist. Oh du beschissene, nervenzehrende Weihnachtszeit.

Ja, ich hasse Weihnachten. Während sich andere Kinder immer auf die Geschenke und das ganze Drumherum gefreut haben, war es mir ganz einfach egal. Ich wollte schon früh keine Geschenke, sondern lieber Geld haben und am besten auch noch vor den Ferien, damit ich mir meine Sachen selber kaufen konnte und nicht IN den Ferien mit Spielzeug auskommen musste, dass mir eventuell nicht gefiel.

Außerdem steht Weihnachten natürlich immer auch für Besuche bei und von Verwandten. Dummerweise kann ich meine Verwandten allesamt nicht leiden.
Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht sonderlich viele Verwandten habe und die, die ich habe, sind fast noch egozentrierter als ich es bin.
Familientreffen laufen daher immer nach dem gleichen Muster ab: Man trifft sich, man geht essen und wer zuerst anfängt zu reden, behält das Wort meist bis zum Schluss.

Davon, dass die Großmutter mütterlicher Seits, immer an Weihnachten sich für ein paar Tage hier einquartiert und immer alles besser weiß, als alle anderen, fange ich gar nicht erst an.

Nicht einmal abhauen kann man, da alle Freunde die Feiertage mit ihren Verwandten verbringen (müssen) und man daher mehr oder weniger zu hause festsitzt.

Kurzum: Ich hasse Weihnachten und Besserung bringt erst der Winterurlaub, der traditionell am 1. Januar beginnt, aber die Woche vom 24. bis dahin, zehrt an den Nerven.

Dem ist nichts hinzu zufügen

27. November 2011

It’s over!

27. November 2011

Endlich, endlich, endlich! Der elende NBA Lockout ist vorbei. Wenn nichts dazwischen kommt, erleben wir ab dem 25. Dezember wieder NBA Basketball.

Dieses Bild kann ich dann hoffentlich für lange, lange Zeit vergessen.

The Lockout

Bill Fucking Murray

27. November 2011

Die meisten von uns werden seine Filme lieben, denn auf seine schrullige Art ist er einfach großartig. Die Rede ist von (wer hätte es gedacht, schließlich stehts im Titel) Bill Murray

Hier der wahrscheinlich amüsanteste Überblick über seine wichtigsten Rollen, den es im Netz gibt: http://mlkshk.com/r/VY

Good and Bad People

26. November 2011

NBA Champions 2008

25. November 2011

Einer der besten Mixes, die es zum 2007-08 Team der Boston Celtics gibt.

The Betrothed by Rudyard Kipling

25. November 2011

Die Wenigsten werden ihn kennen, doch von ihm ist unter anderem Das Dschungelbuch. Außerdem erhielt er den Literaturnobelpreis.
Umso interessanter ist dann allerdings dieses Gedicht, in dem Kipling davon berichtet, wie er sich zwischen seiner Frau und seinen Zigarren entscheiden muss. Ein brillantes Stück Literatur.


„You must choose between me and your cigar.“

–BREACH OF PROMISE CASE, CIRCA 1885.

Open the old cigar-box, get me a Cuba stout,

For things are running crossways, and Maggie and I are out.

We quarrelled about Havanas–we fought o’er a good cheroot,

And I knew she is exacting, and she says I am a brute.

Open the old cigar-box–let me consider a space;

In the soft blue veil of the vapour musing on Maggie’s face.

Maggie is pretty to look at–Maggie’s a loving lass,

But the prettiest cheeks must wrinkle, the truest of loves must pass.

There’s peace in a Larranaga, there’s calm in a Henry Clay;

But the best cigar in an hour is finished and thrown away–

Thrown away for another as perfect and ripe and brown–

But I could not throw away Maggie for fear o‘ the talk o‘ the town!

Maggie, my wife at fifty–grey and dour and old–

With never another Maggie to purchase for love or gold!

And the light of Days that have Been the dark of the Days that Are,

And Love’s torch stinking and stale, like the butt of a dead cigar–

The butt of a dead cigar you are bound to keep in your pocket–

With never a new one to light tho‘ it’s charred and black to the socket!

Open the old cigar-box–let me consider a while.

Here is a mild Manila–there is a wifely smile.

Which is the better portion–bondage bought with a ring,

Or a harem of dusky beauties, fifty tied in a string?

Counsellors cunning and silent–comforters true and tried,

And never a one of the fifty to sneer at a rival bride?

Thought in the early morning, solace in time of woes,

Peace in the hush of the twilight, balm ere my eyelids close,

This will the fifty give me, asking nought in return,

With only a Suttee’s passion–to do their duty and burn.

This will the fifty give me. When they are spent and dead,

Five times other fifties shall be my servants instead.

The furrows of far-off Java, the isles of the Spanish Main,

When they hear my harem is empty will send me my brides again.

I will take no heed to their raiment, nor food for their mouths withal,

So long as the gulls are nesting, so long as the showers fall.

I will scent ‚em with best vanilla, with tea will I temper their hides,

And the Moor and the Mormon shall envy who read of the tale of my brides.

For Maggie has written a letter to give me my choice between

The wee little whimpering Love and the great god Nick o‘ Teen.

And I have been servant of Love for barely a twelvemonth clear,

But I have been Priest of Cabanas a matter of seven year;

And the gloom of my bachelor days is flecked with the cheery light

Of stumps that I burned to Friendship and Pleasure and Work and Fight.

And I turn my eyes to the future that Maggie and I must prove,

But the only light on the marshes is the Will-o‘-the-Wisp of Love.

Will it see me safe through my journey or leave me bogged in the mire?

Since a puff of tobacco can cloud it, shall I follow the fitful fire?

Open the old cigar-box–let me consider anew–

Old friends, and who is Maggie that I should abandon you?

A million surplus Maggies are willing to bear the yoke;

And a woman is only a woman, but a good Cigar is a Smoke.

Light me another Cuba–I hold to my first-sworn vows.

If Maggie will have no rival, I’ll have no Maggie for Spouse!

 

-THE END-

 

Rudyard Kipling’s poem: The Betrothed

Es muss was passieren

25. November 2011

Kennt ihr dieses Gefühl? Alles nervt euch, die Zahnräder, die sonst so gut in einander greifen, knirschen, ihr haltet es, so wie es ist, einfach nicht mehr aus.

Mir geht es immer wieder so. Wenn ich könnte, würde ich dann zum Flughafen fahren und einfach irgendwohin fliegen. Man beachte den Konjunktiv, denn schließlich ist uns allen klar, dass das nicht im Bereich des Möglichen liegt.
Also versuche ich anderweitig Veränderung zu bewirken und so lächerlich das auch klingt, ich fange damit im Internet an.
Man hat so viele  Accounts im Internet, von denen man viele nicht wirklich braucht, man hat so viele Freunde auf facebook, obwohl viele davon nicht leiden kann oder mit ihnen schon lange keinen Kontakt mehr hat und haben will.

Immer, wenn mich dieses oben beschriebene Gefühl überkommt, fange ich an, eben solche Accounts und Freunde zu löschen und es tut mir gut.
Ich weiß nicht, was es ist, aber es fühlt sich befreiend an. Wahrscheinlich ist das selbe wie eine Entgiftungs- oder Entschlackungskur für andere.

Heute war wieder so ein Tag und heute habe ich meinen facebook Account bereinigt. Ich musste mir dabei selbst vor Augen führen, was für grauenhafte Seiten ich teilweise geliket habe, aber jetzt, da ich sie entfernt habe, liegt das hinter mir und ich fühle mich besser.